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Siebbandpresse
Die Siebbandpresse SNP ist ein kontinuierlich arbeitendes Entwässerungsaggregat. Der zu entwässernde Schlamm wird zwischen zwei umlaufenden Siebbändern um 14 Presswalzen geführt, welche im Durchmesser abnehmen und so einen steigenden Druck auf den Schlamm erzeugen.

Einsetzbar ist die Siebbandpresse u.a. in folgenden Industriezweigen:

    * Kommunen
    * Papierindustrie
    * Lederindustrie
    * Textilverarbeitung
    * Frucht- und Gemüseverarbeitung
    * Trinkwasseraufbereitung
    * Stahl- und Walzwerke
    * Zuckerindustrie
    * Steine- und Erden-Industrie (Ton und Kaolin)

Bei Suspensionen und Schlämmen mit geringem Feststoffgehalt kann die Siebbandpresse SNP durch den Aufbau eines Bandeindickers BGT ergänzt werden. Selbstverständlich ist die Siebbandpresse SNP wie auch alle anderen Lösungssysteme von Klein Technical Solutions für eine verschleiß- und geräuscharme Arbeitsweise im vollautomatischen Betrieb konzipiert.

Vorteile und Eigenschaften der Siebbandpresse:
* robuste und kompakte Rahmenkonstruktion mit leicht abnehmbaren 
Edelstahlverkleidungen für hohe Bedienungs- und Wartungsfreundlichkeit

* hohe Entwässerungsleistung durch günstige Walzenkonfiguration und 
Pressdrücke von 8 –  10 bar

* geringe Betriebs- und Wartungskosten· Wasserbedarf für die Siebbandreinigung kann durch Filtrat ergänzt werden.

* verschleiß- und geräuscharme Arbeitsweise durch langsamlaufende Maschine

* kontinuierlicher und vollautomatischer Betrieb

* hohe Volumenreduzierung des Schlammes für die Senkung der Transportkosten bei der Schlammentsorgung

* Presskuchen ist für weitergehende Behandlung (Trocknung, Transport, Lagerung etc.) durch seine krümelige nicht klebende Struktur ideal geeignet

Für Vor-Ort-Versuche steht eine mobile Anlage zur Verfügung.

Maschinentypen

Maschinentyp Länge
Breite
Höhe
Durchsatzleistung
Durchsatzleistung

mm mm
mm
m3/h
kg-TR/h
SNP 600 4540
1440
1920
1-6
40-150
SNP 900
4540
1740
1920
6-9
180-300
SNP 1200
4540
2040
1920
9-12
300-500
SNP 1800
4540
2640
1920
12-18
550-800
SNP 2500
4540
3340
1920
18-25
850-1200


Verfahrensbeschreibung

Schlammkonditionierung
Der zu entwässernde Schlamm wird mit einer stufenlos regelbaren Schlammbeschickungs-pumpe (Exzenterschneckenpumpe), die durch ihre spezielle Bauart und Betriebsweise verstopfungsfrei arbeitet, zur Siebbandpresse gefördert. Dabei passiert der Schlamm einen Mischer mit integrierter gewichtsbelasteter Rückschlagklappe. In diesen Mischer wird eine Polymerlösung (0,1%ige Konzentration) zudosiert und mit dem Schlammstrom vermischt. Die integrierte Rückschlagklappe sorgt dafür, dass in Abhängigkeit vom Schlammstrom eine ausreichende Mischenergie eingebracht wird. Die entstehenden Schlammflocken stabilisieren sich in der nachfolgenden Rohrleitung und gelangen im optimalen Entwässerungszustand zum Aufgabebereich der Siebbandpresse.

Entwässerung
Folgende Entwässerungszonen werden durchlaufen:

Vorentwässerungszone
In der Vorentwässerungszone erfolgt eine statische Eindickung des geflockten Schlammes als klassische Fest/Flüssigtrennung.
Aufgebaute Störkörperreihen reißen den entstehenden Schlammkuchen auf, so dass das Wasser auf der Oberfläche des Schlammkuchens abfließen kann.
In der Vorentwässerungszone wird durch die schonende Eindickung ein nahezu feststofffreies Filtrat abgetrennt und in einer darunterliegenden Filtratwanne gesammelt.
Dieses Filtrat wird unter die Maschine in das Fundament abgeführt oder kann als Ergänzung zum Spülwasser für die Siebbandreinigung genutzt werden.

Keilzone
Die beiden Siebbänder mit dem bereits eingedickten Schlamm werden über eine gelochte gebogene Platte geführt, die einen konti­nuierlich ansteigenden Druckaufbau auf den Schlammkuchen bewirkt.
Durch den langsamen und schonenden Druckanstieg wird der Schlamm pressstabil und soweit kompaktiert, dass er in der nachfolgenden Presszone hohen Drücken ausgesetzt werden kann.

Presszone
In der Presszone werden die Siebbänder mit dem dazwischenliegenden Kuchen um 14 (bzw. 12) Presswalzen geführt, welche im Durchmesser abnehmen und so einen steigenden Druck erzeugen.
Die erste Presswalze ist als Lochwalze ausgebildet, um das noch reichlich vorhandene Filtrat schnell ableiten zu können.
Die Siebbänder umlaufen die Walzen mit einem hohen Umschlingungswinkel, damit der aufgebrachte Druck eine möglichst lange Zeit auf den Presskuchen wirkt.
Der beim Umlauf um diese Walzen zwischen den Sieb­bändern entstehende Druck bewirkt optimale Entwässerung in exakt ermittelten Druckstufen, da zusätzlich zum Druck auch Scherkräfte durch die Verschiebung der Siebbänder zueinander entstehen.
Die Presswalzen laufen in Pendelrollenlagern, die über eine Fettkammer, Simmerring und 3-fachem Labyrinth abgedichtet sind.
Alle Walzen und Lager sind überdimensioniert, um eine hohe Lebensdauer und verschleissfreien Betrieb zu gewähr­leisten.

Antrieb
Der Antrieb der Siebbänder erfolgt über gummierte Antriebswalzen, die synchron mit Zahn­rädern gekoppelt sind und durch einen außenliegenden, stufenlos regelbaren Drehstrom-Auf­steckgetriebemotor angetrieben werden. Alle produktberührten Teile sind aus Edelstahl, feuer­verzinktem, kunststoffbeschichtetem oder gummiertem Stahl und sind beständig gegen alle im Betrieb vorkommenden Korrosionsangriffe. Die Maschine ist in offener Bauweise ausge­führt, alle Teile sind zur Bedienung, Wartung und Reinigung leicht zugänglich. 

Der entwässerte Presskuchen wird in einer Höhe von etwa 970 mm abgeworfen, so dass ohne Schwierigkeiten jede Art von Fördersystemen eingesetzt werden kann. Einstellbare Kunststoffschaber ermöglichen stets ein einwandfreies Ab­heben des Press­kuchens vom Band. Die Schaber sind nachstellbar und so konstruiert, dass sie mit einem Hand­griff abgeklappt und gereinigt werden können, falls sich Gegenstände an der Schneide auf­bauen.

Bandreinigung
Die Siebbänder werden nach der Presszone durch eine Hochdruck-Wasch­vorrichtung geführt, in der zurückgebliebene Verunreinigungen mit einem Druck von 6 bis 8 bar mittels Flachstrahldüsen herausgespült werden. Durch eine im Düsenstock installierte Bürste ist eine problemlose Reinigung der Flach­strahldüsen jederzeit gewährleistet. Das Spülwasser des Oberbandes wird getrennt vom Filtrat aufgefangen und unter die Maschine in das Fundament abgeführt. Das Spülwasser des Unterbandes wird direkt unter die Maschine abgeführt. 

Bandspannung und –steuerung
Die Bandspannung wird getrennt für das Ober- und Unterband über Pneumatikzylinder aufge­bracht. Es wird dafür gesorgt, dass bei allen Betriebszuständen der einmal eingestellte Pressdruck unverändert bleibt.  Für den zentrischen Lauf der beiden Siebbänder sorgt je eine Bandsteuerwalze, die mit Pneumatik­zylindern betätigt wird. Die Pneumatikzylinder erhalten die Steuersignale von gasdicht vergossenen elektronischen Näherungs­schaltern, die den Bandverlauf abtasten. Durch den Einsatz eines pneumatischen Systems zur Bandsteuerung und -spannung erfolgt eine sehr schonende Einstellung des optimalen Betriebszustandes, da durch die leichte Kompressibili­tät der Luft eine weiche und leicht verzögerte Regulierung den Verschleiß der Bänder minimiert.  Eine Umweltbelastung, die beispielsweise bei dem Einsatz von hydraulischen Systemen aufgrund von Leckagen entstehen kann, ist ausgeschlossen. 



Ausführung der Siebbandpresse Typ SNP
Alle Aggregate für Antrieb, Steuerung, Reinigung und Spannung der Siebbänder sind so angeordnet, dass sie mit dem zu entwässernden Medium oder dem Filtrat nicht in Berührung kommen. Besonderer Wert wurde bei unserer Siebbandpresse auf den Korrosionsschutz gelegt. Der Maschinenrahmen ist in der Standardausführung in verzinktem Stahl ausgeführt. Höherwertige Edelstahlausführungen oder spezielle Beschichtungen sind möglich. Der Auflaufbereich und die Filtratwannen sind in Edelstahl ausgeführt. Alle Anlagen werden von uns geplant, konzipiert und schlüsselfertig geliefert, incl. der erforderlichen Anlagenperipherie, der Polymeraufbereitung und der vollautomatischen Steuerung.

Siebbandpresse SNP
Technische Spezifikationen und Einsatzbeispiele finden Sie im beiliegenden PDF-Prospekt





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